Ausgangslage
TYPO3 war über ein Jahrzehnt das Unternehmens-CMS. Redakteure kannten die Tastatur. Die Site war an Rechtsprüfung, Übersetzung und ein Brand Book angebunden, das älter ist als die meisten heutigen Mitarbeiter.
Die Migration war kein Redesign. Visuelle Identität, jede URL, die mehrsprachige Matrix und der Redaktionskalender mussten erhalten bleiben, während sich die Plattform änderte.
Inhaltsmodell-Audit
Der erste Monat bedeutete Lesen des TYPO3-Seitenbaums, kein Code. Jedes TYPO3-Inhaltselement musste klassifiziert werden: nativer WordPress-Core-Pendant, Kandidat für ACF oder Block-Pattern, Archivkandidat als statischer Inhalt oder Kandidat für Stilllegung.
Das Audit produzierte eine 1:1-Map. Ohne diese Map wird Migration zur Vermutung.
URL- und Schema-Kontinuität
Jede URL blieb erhalten. Wo TYPO3 RealURL oder Pfadsegmente hatte, die nicht mehr passten, wurde eine 301-Map generiert und vor dem Launch validiert. Sprachvarianten blieben auf denselben Pfaden.
Article- und Organization-Schema migrierten mit dem Inhalt. Hreflang-Kontinuität wurde pro Locale vor dem DNS-Cutover geprüft.
Redakteurs-Onboarding
Redakteure hatten Freitags-Schulung, Montag Parallelpublishing und Cutover am Mittwoch. Der Block-Editor wurde lokalisiert, Patterns nach der Sprache der Redakteure benannt, und ein kleines Custom-Plugin ersetzte die drei wichtigsten TYPO3-Makros.
Niemand musste das Brand Book neu lernen. Das Brand Book ersetzte die Plattform, nicht umgekehrt.
Ergebnisbereiche
Exakte Zahlen sind vertraulich. Veröffentlichbar: Editorial Throughput verbesserte sich im ersten Monat, das Gewicht der Unternehmens-Templates sank deutlich, und die Sichtbarkeit für deutschsprachige Head-Terms hielt durch den Cutover ohne Recovery-Dip.
Wiederverwendbare Lektion: TYPO3 zu WordPress ist weniger Code- als Inhaltsmodell-Migration. Es gewinnt das Team, das prüft, bevor es baut.